Aufruf zur kritischen Beobachtung am Baden Airpark am Donnerstag, 18. Oktober

Am 18. Oktober sollen wieder Menschen vom Baden Airpark abgeschoben werden. Wir rufen zu Protesten und zur kritischen Beobachtung direkt am Baden Airpark auf.

Treffpunkt wird ab 8h am Baden Airpark sein. Bringt Transparente und etwas Zeit mit.

Mitfahrten aus Karlsruhe: Leute mit PKW und freien Plätzen treffen solche, die mitfahren möchten, auf der Südseite des Hauptbahnhofs um 6:45h. Die Bahn fährt alternativ ab 7Uhr.

Aus dem Flyer:


Flyer ausdrucken und verteilen oder mitbringen.

Auch heute werden – nur wenige Meter von Ihnen entfernt – hier am Baden Airpark wieder Roma in das ehemalige Jugoslawien deportiert.
Wir rufen zur kritischen Beobachtung dieser erneuten Abschiebung von Menschen auf!

Im Herkunftsland angekommen, leben sie ohne Perspektive und in ständiger Angst vor erneuter Verfolgung, der sie als Angehörige einer diskriminierten Minderheit weiterhin ausgesetzt sind. Armut, nahezu 100%ige Arbeitslosigkeit, unzureichende Gesundheitsversorgung und Repression im Kosovo, Serbien und Mazedonien werden von den deutschen Behörden nicht als Abschiebehindernis berücksichtigt. Seit April 2010 ist das Regierungspräsidium Karlsruhe neben der Zentralen Ausländerbehörde Bielefeld für die Abschiebungen von mehr als 15.000 (!) Menschen verantwortlich, davon 11.000 Roma. Mehr als die Hälfte der Betroffenen sind Kinder und Jugendliche, alte und kranke Menschen.

Neben Roma-Organisationen haben antirassistische und zahlreiche andere gesellschaftliche Gruppen immer wieder gegen diese inhumane Abschiebepraxis protestiert. Besonders hinsichtlich jüngster Äußerungen deutscher Politiker, die regelrecht den Zündstoff für medial entfachte Pogrome liefern, ist die Solidarisierung mit den Angehörigen dieser EU-weit verfolgten Minderheit unabdingbar!

Es ist unmenschlich, Asylanträge von Roma von vornherein als unbegründet zu bewerten. Selbst das UN-Flüchtlingswerk stellte fest, dass rassistische Diskriminierung eine der deutlichsten  Menschenrechtsverletzungen darstellt und folglich bei der Festlegung des Flüchtlingsstatus berücksichtigt werden muss. Personen, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind, müssen ein Rückkehrrecht erhalten. Sie überhaupt als Fremde zu betrachten ist zynisch und eine Verkennung ihrer Rechte.

Wir fordern ein Ende der rassistischen Hetze gegen Roma!
Wir fordern ein Ende einer restriktiven Ausländer- und Asylpolitik!
SOFORTIGER ABSCHIEBE-STOPP! KEIN MENSCH IST ILLEGAL!

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