Nach einem mehrmonatigen (Winter-)Stopp sind seit dem April 2012 wieder Abschiebungen nach Serbien und in den Kosovo aus Baden-Württemberg möglich. Abgeschoben wird auf Grundlage eines Rückübernahmeabkommens, das am 21. April 2010 mit dem Kosovo vereinbart wurde. Das Abkommen selbst ist ein Rückfall in die rücksichtslose Ausweisungspraxis des letzten Jahrhunderts. Es enthält keinerlei Regelungen, in denen irgendwelche Rechte der Betroffenen auch nur ansatzweise erwähnt sind. Mehr als 10‘000 Menschen sind davon bedroht.
Eindrücke aus einer Kurzreise bilden Begründung für Abschiebungen
Der baden-württembergische Petitionsausschuss kam nach seiner viertägigen Reise im Januar in den Kosovo zu dem Schluss: „Eine Diskriminierung, die einen generellen Abschiebestopp rechtfertigt, wurde von uns nicht erkannt“ – so Beate Böhlen (Grüne) im Staatsanzeiger. Weiterlesen

