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13. Juni 13 Uhr: Kundgebung vor dem Abschiebegefängnis Pforzheim für die Freilassung der Hungerstreikenden

Wir fordern die Abschaffung der Abschiebehaft!

Im Pforzheimer Abschiebegefängnis befinden sich seit Dienstag, 9. Juni zwei Inhaftierte aus der Türkei und Marokko im Hungerstreik. Die Beiden wurden, trotz Corona Pandemie, zusammen mit sieben weiteren Menschen aus der Abschiebehaft Darmstadt nach Pforzheim verlegt. Eigentlich wurde nach verschiedenen Protesten das Pforzheimer Gefängnis im Zusammenhang mit der Pandemie geschlossen und die Inhaftierten entlassen.
Die Abschiebung der Beiden wurde bereits mehrfach angekündigt, fanden jedoch nicht statt. Nach über drei Monaten Haft sind die Beiden sehr verunsichert, da sie nicht wissen wie lange die Abschiebehaft noch dauert.
Um für ihre Freilassung zu kämpfen und um auf die fingierten Abschiebeversuche aufmerksam zu machen, sind sie nun in den Hungerstreik getreten. Das Antirassistische Netzwerk Baden-Württemberg solidarisiert sich mit den beiden Inhaftierten und fordert deren sofortige Freilassung. Außerdem fordern wir eine angemessene und unabhängige ärztliche Betreuung, die von den Hungerstreikenden mitbestimmt wird. Wieder einmal zeigt sich, wohin die Umstände der Abschiebehaft führen und wie Menschen in die Verzweiflung getrieben werden. Wir fordern deshalb weiterhin die Abschaffung der Abschiebehaft!
Am Samstag, 13. Juni ab 13 Uhr wird (voraussichtlich) eine Kundgebung für die Freilassung der Hungerstreikenden vor dem Abschiebegefängnis Pforzheim stattfinden.
Weitere Infos auf http://stop-deportation.de/